Sonntag, 29. Juni 2008

Blick zurück und nach vorn

Die Klassen-Blogger haben ihrer Grundschule Good-bye gesagt. Für viele war das zum Schluss eine recht emotionale Angelegenheit. Die Beiträge, die nach einer kurzen Anfrage der Admin enstanden („Wer kann was dazu schreiben, dass bald keine neuen Texte mehr im Blog stehen werden?“) lassen es ahnen. Es geht dann auch mehr um den Abschied und seine Rituale als ums Blog. Aber es deutet sich die „therapeutische Funktion“ des Bloggens an, auf die ich im Rahmen meiner Literatur-Recherchen gestoßen war und die ich natürlich auch in meiner Hausarbeit nicht unerwähnt gelassen habe.

Apropos Hausarbeit und apropos Ende: Auch dieses Blog hat seine Funktion erfüllt. Dieser, der vermutlich vorletzte Beitrag, widmet sich dem Ausblick (und der ist nichts anderes als ein Selbstzitat aus eben jener Hausarbeit). Ausgangsfrage: Was wäre, wenn man mehr Zeit hätte als fünf Monate, um mit einer Schulklasse zu bloggen...?

„Denkbare Schritte nach den ersten Erfahrungen mit dem Blog der 4c sind:
1. die Einrichtung eines Blogs zur langfristigen Dokumentation der Arbeit einer Lerngruppe über mehrere Schuljahre hinweg,
2. die gezielte Entwicklung von Kategorien zur Veröffentlichung variierender Textformen (z. B. Kritiken, Gedichte, Anleitungen, Witze, Geschichten; letztere wurde im hier beschriebenen Vorhaben bereits realisiert),
3. die Individualisierung des Bloggens in Form internetbasierter Lerntagebücher oder Portfolios,
4. das monothematische Bloggen über bestimmte Projekte, Interessen oder Hobbys der Kinder,
5. der weitere Ausbau des Blogs zur Kommunikationsplattform, wobei diverse Beziehungsstrukturen denkbar sind (als Beispiele seien hier angedeutet: Kinder – Kinder, Kinder – Lehrer , Eltern – Lehrer, Kinder & Lehrer – externe Partner),
6. die Kontaktaufnahme mit anderen bloggenden Klassen,
7. die weitere schulinterne Verbreitung des Publikations-Prinzips Klassen-Blog.“

Punkt 7 verweist auf den vermutlich letzten Beitrag der schul-blog-schule, vermutlich Anfang September. Dann nämlich, wenn ich die Kolleginnen in die Administration eines eigenen Klassen-Blogs eingeführt habe, werden die noch fehlenden Kapitel des Handbuchs hier zum Download bereitstehen.

Mittwoch, 28. Mai 2008

Schwierige Zeiten

Wie läuft das Blog, wenn wichtige Rahmenbedingungen fehlen? - Schleppend.

Zurzeit gibt es niemanden bei den Klassen-Bloggern, der für kontinuierliche Publikations-Gelegenheiten sorgt. Die Klassenlehrerin ist krank, die Admin nur noch zwei bis drei Deutsch-Stunden pro Woche präsent. Und in denen sind dann auch noch Klassen-Geschäfte zu erledigen.

Jüngste Versuche, das Bloggen zumindest schwach lebendig zu halten:
  • Auslagerung des Schreibens in den Hausaufgaben-Bereich - bedeutet allenfalls 'halb-freies' Schreiben; Motto: "Neues aus der 4c - schreibe einen Bericht fürs Blog."
  • Aufforderung an alle, denen es technisch möglich ist, die Texte auch von zu Hause aus hochzuladen.
Julian, einer unserer Vielschreiber, hatte dies spontan und aus freien Stücken getan. Zwei weitere Kinder, auch sie gehören zu den aktivsten Bloggern, sind ihm heute - nach Aufforderung - gefolgt. Ich erwarte nicht, dass noch viele hinzukommen werden. Am häuslichen Rechner fehlen einfach die Helfer/innen, die sich im Klassenraum immer finden.

Sonntag, 18. Mai 2008

Anleitung für Administrator/inn/en in spe

Für alle Kolleg/inn/en sowie andere, deren Website auch mit Joomla gebaut wurde und dieser hier ähnlich ist: die ersten Kapitel eines Homepage-Manuals, das die wichtigsten Schritte zur Erstellung eigener Inhalte erklärt.

Fortsetzung - speziell zum Thema Blog-Administration - folgt!

Joomla-Manual1 (pdf, 174 KB)
Joomla-Manual2 (pdf, 83 KB)
Joomla-Manual3 (pdf, 142 KB)
Joomla-Manual4 (pdf, 202 KB)

Donnerstag, 15. Mai 2008

Elternfragebogen - rückblickend

Aus den Rückläufern dieses Fragebogens wurden die Daten gewonnen:
Elternfragebogen2_ex-post (pdf, 150 KB)

Und das sagen die Eltern

Die grafische Auswertung der Eltern-Reaktionen:
Auswertung_Elternfragebogen2 (pdf, 40 KB)

Freitag, 2. Mai 2008

Kinderfragebogen

Und hier der Fragebogen, der zum Feedback führte:
Kinderfragebogen_ex-post (pdf, 211 KB)

Feedback von den Klassen-Bloggern

Gut finden sie zum Beispiel, dass "man allein Texte schreiben darf" - und immer wieder: "das Mailen".
Blöd findet eine/r (?), dass "nur so wenig Klassen bloggen".

Mehr in der grafischen Auswertung zum Kinderfragebogen:
Feedback_Klassen-Blogger (pdf, 114 KB)

Montag, 28. April 2008

Klassen-Blogger-Handbuch

Drei Kapitel für die selbstständige Arbeit der Kinder mit der Blog-Software (Joomla 1.0.13 stable):

1. Schreiben-im-Nur-Text-Format (pdf, 581 KB)
2. Anlegen_eines_Blog-Texts (pdf, 161 KB)
3. Einfuegen_eines_Bildes (pdf, 165 KB)

Donnerstag, 24. April 2008

Kompensatorische Bildung

"E-Mail-Nutzung hängt vom Bildungsniveau ab", ließ jetzt der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien e.V. sicher nicht ganz uneigennützig herausfinden. Was bleibt, ist dennoch eine Botschaft für die Schule: Auch das Mailen will ermöglicht und gelernt werden - besonders (von) denen, die von Haus aus nur wenige einschlägige Modelle kennen.

Die aktuelle Entwicklung bei den Klassen-Bloggern bleibt trotzdem klärungsbedürftig, siehe unten. Mailen, das mehr einem Live-Chat ähnelt (die Kommunikationspartner sitzen nebeneinander an den beiden internetfähigen Rechnern), führt weg vom Ziel des Klassen-Blogs.

Mailen wurde aber immerhin initiiert, und es wird im geschützten Rahmen der Blog-Software weiterhin möglich sein; fast alle Blogger gehen inzwischen auch Zuhause ins Netz.

Über einen Kompromiss für das Mailen im Klassenraum wird zu diskutieren sein.

Mittwoch, 23. April 2008

Gratwanderung

Die interne Mail-Funktion, die erst nach einiger Anlaufzeit für die Klassen-Blogger installiert wurde, sorgt für rege Aktivitäten. Man schreibt sich – vorzugsweise Kürzest-Statements, die meist noch mit reichlich Ausrufezeichen und Emoticons garniert werden. Hier und da entwickeln sich auch zaghafte schriftliche Kontakte zwischen Lehrkräften und Klassen-Bloggern. Wir erzählen uns vom Wochenende oder klären Fragen. Was im nächsten Aufsatz vorkomme?, fragte mich jetzt Anni. Und Bond 98 kleidete seine Begeisterung über die Korrespondenz-Funktion in die (gemailten) Worte: „.. echt der HAMMA!“ Meine Fragen bzw. Kommentare zu Blog-Inhalten blieben bisher allerdings meist unbeantwortet. Im Zweifelsfall Ernstfall ist die Kommunikation über diesen Kanal noch Glücksache.

Die Lernchancen stehen außer Frage: Das Mailen bietet einen weiteren „authentischen Schreibanlass“, Nachrichten müssen gelesen werden, die Nutzungskompetenz der Kinder (bezogen auf den Gebrauch des Mediums Blog) entwickelt sich auf breiter Basis weiter. Inzwischen loggt sich jede/r der Klassen-Blogger/innen routiniert ins System ein, hantiert kompetent mit Eingabemasken und den dazu gehörigen Befehlen.

Und doch sieht die Admin die Entwicklung mit gemischten Gefühlen. Was stört, ist:
1. Die Verschiebung der Schreibaktivitäten: Statt Blog-Texte schreiben sie sich aktuell lieber Mails. Oder aber: Die raren Rechner sind von mailenden Kindern belegt, Bloggen geht faktisch gar nicht.
2. Die Reduziertheit der veränderten Schreibaktivitäten: Nun könnte man zunächst pragmatisch akzeptieren, dass die Kinder zwar in einem anderen Kontext (nämlich der Mail-Funktion) aktiv sind, aber weiterhin schreiben. Schon wahr – doch die Texte haben sich – nach allem, was ich lese und selbst zugeschickt bekomme – stark verändert. Die Mail-Botschaften haben eher den Charakter einer SMS, inklusive der dort akzeptierten Konvention, dass grammatische und orthografische Korrektheit nicht anzustreben ist.

Das allerdings hat mit schulischem Arbeiten nicht mehr so viel zu tun, weshalb das Thema dringend in der nächsten Blog-Konferenz zu diskutieren ist. Dazu bald mehr.

Aktuelle Beiträge

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Die grafische Auswertung der Eltern-Reaktionen: Auswertung_Elternfragebog en2...
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